skyimages.de Photography by Stephan Messner

Um den Sattelberg

Sattelberg-2Am Sonntag den 26. Januar 2014 wollten wir das herrliche Winterwetter für eine weitere Wanderung nutzen und so verabredeten wir uns mit Kathrin und Sven Zickler (free-inspiration.com). Als Ziel haben wir und die Gegend um den Sattelberg/ Špičák u Krásného Lesa ausgesucht.
Wir fuhren nach Oelsen und stellten unser Auto am Parkplatz der Ölsener Höhe ab. Die Sonne strahlte von einem stahlblauen Himmel und das Weiß des Schnees und des Raureifs glänzte, so dass es blendete.
Da ja meine Canon 50D eine Macke hatte, war ich froh, dass Sven mir seine Zweitkamera auslieh und so konnten wir uns fröhlich ans Fotografieren machen.

  • An der Oelsner Höhe 1 An der Oelsner Höhe 1
  • An der Oelsner Höhe 2 An der Oelsner Höhe 2
  • An der Oelsner Höhe 3 An der Oelsner Höhe 3
  • Aussichtsplattform der Oelsner Höhe Aussichtsplattform der Oelsner Höhe
  • An der Oelsner Höhe 4 An der Oelsner Höhe 4
  • An der Oelsner Höhe 5 An der Oelsner Höhe 5
  • An der Oelsner Höhe 6 An der Oelsner Höhe 6
     

Unser Weg führte an der Oelsener Höhe vorbei in Richtung grüner Grenze. Die zweisprachigen Hinweistafeln vermitteln Wissenswertes über die Bergwiesen rund um den Sattelberg. Nach 1,6km erreichten wir schließlich die kaum noch erkennbare Grenze nach Tschechien. Versteckt im Gebüsch weisen die Grenzsteine auf die Grenzverlauf hin. Leider gibt es hier noch keinen so richtigen Weg und so stapften wir querfeldein voran, um nach wenigen hundert Metern auf den Radweg Nr.3017 zu treffen. Wir hielten uns rechts und wanderten ca. einen Kilometer zur Autobahnbrücke von Schönwald/ Krásný Les, unterquerten diese und gelangten nach einem weiteren Kilometer in den Ort.

     

Eigentlich wollten wir in der etwas unscheibaren Gaststätte bei unserem Freund Libor etwas essen und etwas Trinken, doch leider war alles verschlossen. Zum Glück hatten Zicklers vorgesorgt und verteilten den Reiseproviant in Form von selbstgemachtem Eierlikör. Wir ließen uns ein, zwei, drei Gläser schmecken und wanderten den Ort hinauf in Richtung Grenzbrücke zum ehemaligen Ortsteil Kleinliebenau. Von diesem Ort zeugen heute nur noch ein paar alte Grundmauern und eine kleine Kapelle am Straßenrand. Der Ort wurde in den 50er Jahren auf Grund von Grenzbefestigungen abgerissen.Räumungsbefehl von 1947
Interessant ist zu erwähnen, dass neuerdings auch auf tschechischer Seite mit dem dunklen Thema der Vertreibung der deutschen Bevölkerung etwas offener umgegangen wird.  So findet man in den zweispachig gestalteten Schautafeln in Schönwald einige alte Ansichten des damaligen Dorflebens und sogar eine Kopie des Räumungsbefehls an die deutsche Bevölkerung ist ausgehangen.  Alte Kapellen und Denkmale werden saniert und die deutschen Inschriften sind wieder lesbar. Die Geschichte wird förmlich greifbar.
An der Grenzbrücke unterquerten wir die Autobahn abermals und stiegen steil hinauf in Richtung Sattelberg. Leider schlug das Wetter wieder um und grauer Nebel verdeckte die Weitsicht ins Osterzgebirge. Der Wind frischte auf und es wurde unangenehm kalt. Am Fuß des Sattelberges am weithin sichtbaren Funkmast ging es vorbei an den Grundmauern des ehemaligen Berggasthauses. Einen Aufstieg auf den Sattelberg schenkten wir uns, zumal die Kinder, welche bis jetzt Tapfer durchgehalten haben dann doch anfingen, ihren Unmut zu äussern.

     

So umwanderten wir die Westseite des Sattelberges, vorbei an der westlichsten Sandsteinklippe Des Elbsandsteingebirges, ließen die steil aufragenden Basaltsäulen rechts liegen und waren dann doch recht froh, als wir wieder den Weg zurück nach Oelsen erreichten. Durchfroren und Müde erreichten wir nach vier Stunden Wanderung das Auto. Insgesamt betrug die Wegstrecke 12km. Mein Respekt gilt den Kindern!
Es war ein schöner Tag.

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