skyimages.de Photography by Stephan Messner

Wasserspiele am Sattelberg

Was ist nur dieses Jahr mit dem Winter los? Mal ist es herbstlich, mal schon fast wie Frühling. Vom Schnee weit und breit fehlt jede Spur und auch in den Kammlagen des Gebirges sieht es erbärmlich aus. Doch auf der Suche nach ein paar Fotomotiven verschlug es uns am Samstag, den 08. Februar nach Breitenau. Dort wollten wir entlang der Alten Teplitzer Poststraße im Grenzgebiet nach Böhmen ein paar versteckte Täler erkunden.
Im kleinen Örtchen Breitenau besteht die Möglichkeit, das Auto zu parken und entlang der Alten Teplitzer Poststraße geht es in Richtung Autobahn._MG_0235 _MG_0565Eine alte Ganzmeilensäule aus dem Jahr 1732 steht saniert am Rand der für den öffentlichen Verkehr gesperrten Straße. Kurz darauf überquert eine Brücke die Autobahn und erlaubt den Blick auf die Trasse in Richtung Grenze.  Nach der Brücke geht es links ab und wenige hundert Meter weiter befindet sich rechter Hand ein schöner Sandstein-Wegweiser. _MG_0962-0985_Genzbruecke_6D_20mm_200grd_mercador_3HDR_08022014_Panorama
Wir halten uns links und es geht bergab ins Tal des Nasenbach, einen kleinen Zufluß zur Gottleuba, welche unweit im böhmischen Schönwald/ Krásný Les entspringt. Wir wandern hinab und in dem Schattigen Tal finden wir endlich eine Spur des Winters. Wir unterqueren die letzte Autobahnbrücke auf sächsischer Seite.Nasenbach

Über eine kleine Brücke queren wir den Nasenbach und erreichen das Tal der Gottleuba. Die spätwinterliche Sonne erleuchtet das verschneinte Tal in glänzendem Licht. Eine kleine Staumauer, als Hochwasserschutz nach der verheerenden Überschwemmung nach 1927 errichtet, staut das klare Wasser der Gottleuba in einen kleinen vereisten Weiher. Am sumpfigen Uferrand wächst schon die Brunnenkresse und Katja verkostet die ersten Vitamingaben des neuen Jahres. Die jungen Triebe der Bärwurz recken auch schon ihre Köpfe dem Sonnenlicht entgegen.

 an der Gottleuba  Ernte 2014
Bärwurz Eiskante

Ich entdecke viele schöne Fotomotive und dann kam, was kommen musste. Ich wollte nach an der Wasserkante eine Aufnahme tief vom Erdboden aus machen. Dazu betrat ich die schlammige, steile Uferböschung. Ich hatte nicht bedacht, dass unter dem Schlamm noch das Eis tief gefrohren war und so rutschte ich aus und landete mit beiden Beinen bis zu den Knien im eiskalten Wasser. Die Kamera mit Stativ riss ich reflexartig nach oben. Aber etwas zu weit, da die Kamera, welche erst letzte Woche vom Service zurück kam, im feuchten Schlamm landete. Schöner Mist! Die Kälte an den Beinen verspührte ich nicht, da ich damit Beschäftigt war, meine Kamera so gut es geht vom Schlamm zu befreien. Jedenfalls funktionierte sie in ihrem Tarnkleid noch tatellos. Ich sah aus wie beim Einsatz im Manöver 🙂
Egal. Wir nutzten weiterhin das schöne Wetter und ich verlor das Zeitgefühl beim fotografieren und zeitraffern der kleinen vereisten Wasserläufe und Wasserfälle.

 Eis  Eis

Zum Schluß, hier noch unsere Route:
Wanderung Breitenau

 

 

 

 

 

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