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18. Tag- Ausflug nach Sarandë


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17. Juli 2010 – Ausflug nach Sarandë

Im Zimmer ist es angenehm kühl, als ich gegen acht erwache. Auch die Kinder sind schon munter. Ich tippe den Bericht des gestrigen Tages noch fertig und gleich werden wir Frühstücken.

Als heutiges Tagesziel habe ich Falk versprochen in die Stadt Saranda zu fahren. Bummeln, Eis essen, ein Internetcafé suchen und unsere Berichte online zu stellen. Schauen wir mal, was der Tag so bringt.

….Teil Sarandë schon im Netz… und irgendwie in den Weiten des Web verschwunden

Falk will sich unbedingt noch ein Souvenir kaufen und entscheidet sich an einem Krimsgramsstand für ein kleines Segelschiff „Made in China“ wofür er 900 Leke hinblättert. Felix ist es nur mühsam auszureden, auch so etwas haben zu wollen. In brütender Hitze marschieren wir zurück zu unserem Auto, vorbei an ein paar Marktbuden die Lebensmittel anbieten. Darunter auch zwei Stände, welche „frischen“ Fisch feilbieten. Bei fast 40°C im Schatten, die Fliegen fühlen sich wie im Schlaraffenland. Unsere Nasen kollabierten fast vor der Überdosis an Arbeit.

Geschafft sitzen wir im Auto und lassen uns die kühle Luft der Klimaanlage ins Gesicht blasen. Mühsam finden wir unseren Heimweg durch das Gassengewirr um kurz nach dem Ende des Ortes von der Hauptstraße hinab in eine kleine Meeresbucht abzubiegen. Zwischen steilen Kalkfelsen ein kleiner Kiesstand, davor ein kleines recht ansehnliches Hotel und ein kleines Strandrestaurant. Wir beschließen hier unser verspätetes Mittag einzunehmen und genießen den Blick vom Restaurant auf die Badebucht. Soweit ich das genießen nennen kann, denn meine Ohrenschmerzen werden doch sehr belastend. Ich habe zum Glück Aspirin im Auto, von denen ich gleich zwei einwerfe. Zum Glück lässt die Wirkung nicht lang auf sich warten und es geht mir einigermaßen besser. Falk schaut mich mitfühlend an. Als ehemals chronisch Ohrenentzündeter weiß er nur zu gut, was für Schmerzen das sind.

+Der Kies in der Bucht ist uns zum Baden zu grob und wir beschließen weiter zu fahren. Die nächste Bucht, welche wir über eine steil gewundene Schotterpiste erreichen ist ein wahrer Traum. Feiner weißer Kies, Felseninselchen im Meer, ein toller Blick hinüber in das Häusermeer von Sarandë. Meine Ohrenschmerzen sind vom Aspirin betäubt und die Kinder Stürzen sich in die türkisblauen Fluten. Vorsichtig, die Ohren nicht nass werden zu lassen schleiche ich langsam hinterdrein. Wir verbringen hier eine schöne Stunde im Wasser, als ich vom Landesinneren eine große, graugrüne Wolkenwand sehe. Wenn das mal kein Gewitter wird. Und wirklich, nicht lange dauert es, als der Wind auffrischt und die ersten Blitze zucken. Wir schauen uns die Szenerie vom Restaurant aus an. Sonnenschirme fliegen durch die Luft, Staub weht vom Berg, dicke Regentropfen patschen auf die trockene Erde.

Bald sind wir neben den Wirtsleuten nur noch die einzigen Gäste. Wir genießen dieses Naturschauspiel und noch mehr genießen wir die abgekühlte Luft.

Wir hoppeln über Pfützen übersäte Straßen zurück in unser Hotel und genießen die wieder zum Vorschein gekommenen letzten Abendlichen Sonnenstrahlen. Die Kinder wollen zum Sonnenuntergang unbedingt noch einmal auf die kleine vorgelagerte Insel mit dem Tretboot fahren. So lasse ich mich breitschlagen und wir strampeln im Tretboot der blutroten Sonne dem Horizont entgegen. Ein Bild, welches kitschiger nicht sein könnte 😉

Nach einer Stunde kehren wir wohlbehalten in der einbrechenden Dunkelheit an den Strand zurück.

Abendessen und Nichtstun, so klingt der Abend aus. Falk verzieht sich aufs Zimmer und Felix erkläre ich zu später Stunde noch ein paar Sternbilder.

Gute Nacht

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