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19. Tag- Abstecher nach Griechenland


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18. Juli 2010 Ausflug nach Griechenland

Die Nacht ist nicht gerade angenehm für mich. Beide Ohren sind entzündet, trotz Schmerzmitte pulsiert mein ganzer Kopf. Die Kinder schlafen tief und fest und ich wälze mich hin und her, schlafe wieder ein und erwache, während ich ein leicht gluckerndes Geräusch in meinen Gehörgängen wahrnehme. Mir suppt die Brühe aus beiden Ohren!

Schei….e!

Draußen kündigt ein schmaler grauer Streifen am Osthorizont schon den neuen Morgen an.

Irgendwie schaffe ich es, wieder einzuschlafen.

Erst gegen halb neun weckt mich Falk mit mitleidigen Blick und weist auf die Flecken auf dem Kissen.

Dein Ohr ist aufgeplatzt, sagt er zärtlich zu mir. Ich kann jetzt nachvollziehen, was der kleine Kerl früher mit seinen Ohren immer durchmachen musste. Der stechende Schmerz im Ohr ist etwas zurückgegangen, dafür fühlt sich mein ganzer Kopf wie in Watte gepackt an.

Wir gehen den Tag gemütlich an. Erst nach zehn Uhr sind wir mit dem Frühstück fertig. Draußen herrschen Rekordtemperaturen und wir genießen noch etwas die Kälte in unserem Zimmer. Wobei Kälte 25°C bedeutet, denn tiefer stelle ich die Klimaanlage wohlweislich nicht ein!

Die Kinder ziehen sich gerade ihre Badehosen an und ich hämmere meine nächtliche „Leidensgeschichte“ in den Rechner. Jetzt geht’s erst einmal Baden.

always look on the bright sight of life…

nach dem Baden und einer Erholung gegen Mittag im kühlen Zimmer fahre ich mit Felix über die Grenze um einen kurzen Abstecher nach Igoumenitsa zu machen. Die Grenzabfertigung ist etwas chaotisch auf griechischer Seite, aber letztendlich können wir nach einer Viertelstunde in die EU einreisen.

Ausgetrocknete Karstberge, dazwischen grüne Orangenplantagen, kleine Campingplätze am Meeresstrand. Alles wirkt nett und etwas „aufgeräumter“ als in Albanien. Wir erreichen Igoumenitsa, ich finde ein ungesichertes Netz, so dass ich schnell diesen Bericht absetzten kann.


Marina Plataria/ Greece in greece

Ach ja, meinen Ohren geht es den Umständen entsprechend gut. Ich nehme ab heute Antibiotika.

Falk ist heute etwas mürrisch (Heimweh?). Er kommt nicht aus dem Zimmer und schaut sich Eurosport an. Naja, soll er sich heute mal satt sehen 🙂

Im Grunde genommen hat Felix den ganzen Griechenlandausflug im Auto verschlafen. Wir er trotz dieser schwülen Hitze solang und fest schlafen kann, ist mir ein Rätsel. Die großen Fährschiffe will ich ihm zeigen, aber er wird nicht munter.

So machen wir uns wieder auf den Weg in Richtung albanische Grenze. Ich inspiziere noch ein paar kleine Badestrände, welche auf dem Weg liegen, muss allerdings feststellen, dass diese nicht so schön sind, wie die welche wir auf albanischer Seite kennengelernt haben.

Die Grenzformalitäten sind problemlos chaotisch und auf albanischer Seite versuche ich mir intensiv in Erinnerung zu rufen, welchen Abzweig wir wo genommen haben. Ausschilderung ist fehl am Platze, zumal eine komplett neue Trasse von der Grenze aus ins Land geschlagen wird. Nach zwei, drei Irrfahrten finden wir die richtigen Abzweige nach Butrint und rollen auf die klapperige Fähre.

Ich gebe einen 500 Lekeschein fürs Fährgeld aber kein Wechselgeld. Ich mache meinem Unmut Luft, wobei der Typ trotz meiner deutschen Argumentation wohl begreift, dass ich da Wechselgeld wieder haben möchte. Auf der Hinfahrt hatte ich 300 Leke gelöhnt, was mir für die kurze Strecke auch schon viel vorkam. Jedenfalls bekomme ich 200 Leke wieder zurück und bin zufrieden.

Falk freut sich, dass wir wohlbehalten von unserem nachmittäglichen Ausflug zurückgekehrt sind und lautstark bekunden die beiden Bengels, dass sie nun einen Mordshunger haben.

So sitzen wir wieder am Meer, genießen unser Essen und schauen dem weiterziehenden Gewitter nach.

Eine DVD später (Wall-E) schlafen die Kinder. Für mich ist die Nacht ein Grauen.

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