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20. Tag- noch einmal Sarandë


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19. Juli 2010 Sarandë

Viel Neues gibt es heute nicht zu berichten. Wir verbringen den Tag mit Baden, Faulenzen, schlafen, ich mit Ohren austupfen.

Am Nachmittag will ich mit Felix noch einmal auf eine kleine Spritztour gehen. Im Ort fahre ich erst zu einer Tankstelle und lasse den Tank auffüllen. 9300 Leke muss ich zahlen. 9100 habe ich noch, und so will ich am Geldautomaten gleich neben der Tankstelle neues Geld abheben. Doch das Ding funktioniert nicht. So gebe ich die restlichen 200 Leke in Euro. Der Tankwart ist zufrieden und wir fahren weiter. Auch der nächste Geldautomat im Ort verweigert seinen Dienst gänzlich. So beschließe ich mit Felix in den nächsten größeren Ort Srandre zu fahren, um unseren Bedarf für die letzten zwei Tage in Albanien zu decken.

Über die staubige, buckelige Piste der im Bau befindlichen Straße hoppeln wir die 16km in das uns schon bekannte Gewirr aus Baustellen, Gassen, Ruinen, Läden, Hotels, Kneipen und Menschen.

Nach dem dritten Versuch, habe ich endlich Erfolg und bekomme meine Leke.

Wir erschließen uns noch ein wenig die verwinkelten Gassen der Stadt, entdecken am Nordrand der Stadt einen kleinen Fischerhafen, in dem alte Pötte förmlich vor sich hingammeln, Fahren durch unendliche Baustellenlandschaften, gespenstisch mit Hausskeletten aus Stahlbeton arrangiert, viel Bauschutt und zwischendurch versteckt schon bezogene Wohnungen. Nie weiß man so richtig, ob das Haus noch nicht fertiggebaut, oder schon eine Ruine ist.

Zugegebener Maßen gibt es auch ordentliche, hübsch anzusehende Häuser, in schönen Farben und mit viel Grün Drumherum. Doch diese Häuser stehen wie Inseln in einem Meer aus Chaos. So langsam bekomme ich ein Gefühl für die Straßenverläufe der Stadt und wage mich in die verwegensten Winkel. Bis letztendlich Felix sein Veto einlegt, da er wieder zurück zu seinem Bruder möchte.

So fahren wir zurück nach Ksamil. Einen kurzen Versuch, Felix zu einem Klosterbau zu locken, der oberhalb auf der Strecke nach Ksamil auf einem Berg liegt, lehnt er protestierend ab.

 

Zum Sonnenuntergang unternehmen wir zu dritt noch eine Tretboottour und schippern über eine Stunde zu den Inselchen vor Ksamil über das glatte Ionische Meer.

Während des Abendessens schläft Felix fast am Tisch ein. Gegen 22.30 Uhr liegen wir trotz Faulenzerei erschöpft in unseren Betten.

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