skyimages.de Photography by Stephan Messner

24./25. Januar 2002 – Abschied

24.01.2002

Unser letzter Tag. Etwas schwermütig packte ich meine Koffer und räumte meine Astrosachen zusammen. Ich nutzte den Tag, um allein eine Wanderung in die nähere Umgebung zu machen. Eine Pavianherde beäugte mich aus sicherer Entfernung und hielt immer genügen Abstand.

Rosenköpfchen

Rosenköpfchen

auf Hakos

auf Hakos

Pavian

Pavian

Ein bekanntes Kreischen in den verdorrten Baumkronen verriet mir die Anwesenheit der Pfirsichköpfchen. Diese Zwergpapageien sind herrlich Tiere, die allerdings nur schwer im Gestrüpp zu erkennen sind. Unter einem Stein entdeckte ich noch einen Skorpion, der mit seinen 5 Millimetern Länge nicht gerade Angst einflößte.

Der Abend klang mit einer Runde südafrikanischen Bieres aus, dessen Geschmack seinen deutschen Ursprung nicht verleugnen konnte.

25.01.2002

Schon 02.30 Uhr war großes Wecken angesagt. Nach dem Frühstück verabschiedeten wir uns herzlich von den Gastgebern und machten uns auf die nächtliche Fahrt. Eine Autofahrt in der Dunkelheit ist nicht ungefährlich, da immer wieder Wildtiere die Schotterpiste kreuzen.

Wir erreichten mit Sonnenaufgang den Flughafen und pünktlich startete unser Airbus in Richtung Norden.

Der Flug über Afrika war sehr beeindruckend. Entlang der Atlantikküste ging es über die Wolkentürme der Tropen. Unvergesslich war für mich der Tschadsee, dessen ursprüngliche Ausmaße aus der Luft noch gut zu erkennen waren. Die Sahara erstreckte sich endlos und als das Blau des Mittelmeeres auftauchte, fühlte ich mich schon fast wie zu Hause. Die Sonne näherte sich über Italien dem Horizont und ich genoss den Sonnenuntergang über den Alpen. Das Matterhorn und der Mont Blanc waren zu erkennen. Doch schon setzte die Maschine zum Landeanflug auf München an.

Ausblick:

Die CCD-Kamera brachte ich mit Hilfe eines kleinen Computerprogramm innerhalb von fünf Minuten zu Hause wieder zum Laufen, welches ich aus dem Internet laden konnte.

Die Aufnahmen mit der analogen Spiegelreflexkamera waren auch alle für die Katz, da das 300mm Teleobjektiv viel zu klapprig war und den Schwerpunkt während der Belichtung verlagerte, so dass ich auf allen Bildern Stichspuren und Mehrfachbelichtungen hatte.

Während ich diese Zeilen schreibe (2002), ist schon wieder Oktober. Die letzten Reisevorbereitungen sind erledigt, denn Ende des Monats geht es schon wieder los. Diesmal wollen wir für die zweite Beobachtungshütte das Schiebedach bauen, damit die Astrokamera einen festen Standplatz erhält.

Nachwort 2013: Mittlerweile sind fast 12 Jahre vergangen. Diese Reise war der Ausgangspunkt großer Veränderungen meines Lebens. Mittlerweile liegen 6 Reisen in dieses Land hinter mir und als Höhepunkt zählt die letzte Reise im Sommer 2013, die als Hochzeitsreise mit meiner Frau Katja geplant war und auf der uns unsere Kinder begleitet haben. Es wird nicht die letzte Reise gewesen sein…

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